Grundsätzliches
Was meinen Blogeintrag von gestern sowie den vor ein paar Tagen (Heinzelmännchen) betrifft wollte ich noch etwas Grundsätzliches anmerken – um Fehlinterpretationen vorzubeugen…
Ich habe mir meine Kunden – auch meine Mittwochsomi – selbst ausgesucht. Ich könnte – wenn ich wollte – jederzeit sagen, dass ich keinen Bock mehr habe und mir eine neue Stelle suchen, das wäre kein Problem. Um ehrlich zu sein habe ich darüber in letzter Zeit schön des öfteren nachgedacht. Allerdings ist es grundsätzlich so, dass ich nicht gerne beim kleinsten Hindernis aufgebe. Auch bei größeren nicht sofort. Ich sehe manches als Herausforderung und freue mich, wenn ich es schaffe, die kleinen Ärgernisse das sein zu lassen, was sie sind – nämlich KLEINE Ärgernisse. Die Menschen sind verschieden, jeder hat seine Eigenarten und Prioritäten. Ich finde es spannend, damit täglich umzugehen, mein Job macht mir Spaß – gerade auch deswegen. Natürlich habe ich auch schon Stellen aufgegeben, weil das Negative einfach überwogen hat und ich mich wöchentlich überwinden musste hinzugehen, nur um immer wieder bestätigt zu werden, dass das nicht irgendwann besser werden wird. Dann habe ich es eben gelassen. Ich hatte mal eine Dienstagsomi, die ich sehr mochte und bei deren Schwiegertochter und Sohn ich nebenan auch gearbeitet habe. Die Schwiegertochter hat sich irgendwann verabschiedet (was ich BESTENS nachvollziehen konnte!). Der Sohn allein war nie da und deshalb für mich, trotz häufigen Genervtseins über die Umstände, zu tolerieren. Dann zog seine neue Freundin bei ihm ein und mit ihr Gerüche und Umstände die eben nicht mehr zu tolerieren waren. Was also tun? Die Omi mochte ich nicht im Stich lassen. Es ging aber nicht eins ohne das andere. Ein paar Monate später ist sie schwer gestürzt und schließlich verstorben. Das war dann der Moment wo ich mich dort verabschiedet habe. Wäre der Sohn alleine gewesen hätte ich das nicht gemacht, zumindest nicht sofort. Aber er war ja “gut” versorgt und so hatte ich kein schlechtes Gewissen. So ist es halt manchmal eine Sache der Abwägung… und so ist es auch bei der Mittwochsomi. Vor allem bei ihrer Tochter bin ich einfach nicht gerne, aber ich sehe sie nie. Die Omi liegt mir irgendwie am Herzen, trotz all ihrer kleinen und größeren Macken. Sie ist irgendwie liebenswert, wird halt mit der Zeit immer eigener. Ich denke mir dann – wenn ich mal wieder am Rande bin – dass es unfair wäre, nach der ganzen Zeit in der sie sich an mich gewöhnt hat und ich mich an sie, einfach von heute auf morgen den Hut zu nehmen, nur weil sie mich ein wenig genervt hat. Im Grunde reicht der Gedanke, dass ich es könnte, aber soooo schlimm war es noch nie. Wenn ich dann was sage, dann wirkt es meistens und das ist doch eigentlich alles was ich möchte. Hindernisse sind zum Überwinden da und nicht um davor zu kapitulieren, sage ich mir immer. Natürlich sollten sie überwindbar sein, das ist ganz klar. Bisher war das immer noch so. Und mal ehrlich… wer hat nicht mal Stress im Job, es mit Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten zu tun, die einem mal dämlich kommen. Die meisten anderen Kunden sind jünger, ein paar haben kleine Kinder und allesamt sind sie vollkommen problemlos. Mit einigen bin ich fast befreundet, wir duzen uns und es macht einfach nur Spaß. Deshalb mache ich den Job. Ich müsste keine Zugeständnisse machen, ich könnte es einfacher haben. Aber wo bliebe da die Herausforderung? :greenbigsmile:
Genug philosphiert für einen Samstag. Brunch mit Schatzi wartet und ich muss die Katze wieder reinlassen… die hab ich vor 10 Minuten auf einen kurzen Spaziergang nach draußen geschickt, weil ihr drin derart langweilig war, dass sie nur verbotene Sachen gemacht hat. Ich hoffe, sie weiß die Wärme und Gemütlichkeit hier drin gleich wieder ein wenig besser zu schätzen… :greenbiggrin:
Tagged with: Alltag • Arbeit • Katze • Mittwochsomi • Wochenende














Hchja…so haben wir alle unser Bündel zu tragen. Du hast schon Recht, immerhin KÖNNTEST du dir eine neue Stelle suchen. Ich darf mir, wenn ich frage, in welcher Zeile ich denn bitte singen soll, wenn über der, die normalerweise unsere (Alt) ist, zwar Contralto drüber steht, aber das Ganze im Tenorschlüssel notiert ist, sonst gar keine Tenorzeile da ist (es könnte sich also auch um einen Druckfehler handeln und wir singen doch die untere Sopranzeile, wie normalerweise auch und der Tenor singt das was im Tenorschlüssel notiert ist, obwohl Contralto drüber steht, weil er sonst gar nicht singt und das ist eher unwahrscheinlich…!), anhören, ich würde nur Unsinn reden. Ah ja. Dass es möglicherweise an einem leicht bis mittelschwer vertr…ten Chef liegen kann, der gar nicht kapiert was man meint, deshalb sofort bei jeder Frage unangemessen beleidigend reagiert…aber lassen wir das. Was noch mehr nervt sind die Kollegen, die wie eine tumbe Schafherde dabei sitzen und keine Meinung haben und denen es offenbar egal ist, welche Zeile sie singen- denn der Chef hört’s ja eh nicht…irgendwie haben sie vielleicht sogar recht! Aber dieser Stumpfsinn nervt mich am allermeisten! Nein, stimmt nicht, was am meisten enrvt sind die, die ihr Fähnchen immer schön in den Wind hängen und dem Chef nach dem Maul reden, nur wenn der außer Hörweite ist wird über ihn hergezogen, aber ja nie im richtigen Moment der Mund aufgemacht! Kein Wunder, dass Hitler oder auch die Stasi in diesem Land so leichtes Spiel hatten! Manchmal wünschte ich mir wirklich ich hätte die Möglichkeit einfach aufzustehen und zu sagen: “Das war’s! Singen sie ihren … doch selber! Ich hab mein Leben hier lange genug verplempert!”
Ach wär das schön. Aber ich kann das leider nicht. Sonst wär ich schlicht arbeitslos. Und dafür isses noch ein bisserl zu früh. Ein paar Jahre muss ich die ganze SCh… noch durchstehen, bevor ich den Laden endgültig und mit einem Riesenstoßseufzer hinter mir lassen kann. Sollte mich vorher der Schlag treffen, auch gut, dann brauch ich wenigstens gewisse Gesichter nicht meher sehen!
Du siehst, wir sitzen alle irgendwo in düsteren Booten auf einem düsteren Meer.
Nanna´s last blog ..Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Ja heilix Blechle!! Das klingt aber sehr frustriert. Da hab´ich´s ja wirklich goldig getroffen – oder besser ausgesucht – dagegen! Ich bin eigentlich nur vom Wetter bzw. den Straßenverhältnissen dauergefrustet, aber ich weiß, dass das eher früher als später ein Ende haben wird. Und über meine Selbständigkeit bin ich bei allen Risiken die ich damit eingehe tagtäglich sehr froh, glaub mir das. Hat halt alles Vor- und Nachteile. Dafür kriegst Du trotzdem Dein Gehalt, auch wenn Du mal wochenlang ausfällst. Ist auch was Wert. Aber ich kann mir vorstellen, wie der tägliche Frust einen mürbe macht. Sehr gut sogar. Deshalb hab ich lieber einen risikobehafteten Job als einen sicheren, damit ich weiß, wenn ich Frust habe, dann ist der selbstgewählt… (abgesehen von der 10 cm dicken Eisschicht auf Straßen und Gehwegen…).
Jaja, so hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Wobei ich mich schon – gerade in letzter Zeit- des öfteren frage, ob wochenlange Migräne Dauerattacken mit dem Frust nicht in irgendeinem ursächlichen Zusammenhang stehen…!
Nun, 2 Jahre müssen wir da noch durch- und der Regel der Vergangenheit nach- immer ein Guter ein Schlechter- wär jetzt mal wieder ein Guter dran!
Schön, dass es andere Sachen gibt, wo auf einen Guten ein noch Besserer folgt. (So gerade gelesen über Iron Man 2…! Der Trailer ist schon mal obermegasupercool!!) :-)))
:greencuddle:
Nanna´s last blog ..Das kann ja wohl nicht wahr sein!